KULTURKONFLIKTE
IN NÜRNBERG
Nürnberg steht mit dem geplanten Opernbau als Ausweichspielstätte und Interimsgebäude für das sanierungsbedürftige Staatstheater vor einem seiner größten soziokulturellen Konflikte. Besonders wenn im Zentrum dessen, eingebunden von der Stadt Nürnberg, als bevorzugter Ort die unfertige Kongresshalle des Reichparteitagsgeländes der Nationalsozialist*innen steht. Bei den Kulturräumen Nürnbergs geht es geht um Fragen der Bodenpolitik, des öffentlichen Raums und der Kulturraumpolitik. Wo gibt es Räume für Kultur, wo hat es welche gegeben und wo sollte es welche geben? Was kostet Kultur, für wen ist sie gemacht und wie ist sie gemacht? Ein Masterstudio von Prof. Gabu Heindl der Technischen Hochschule Nürnberg gibt im Zuge einer mehrwöchigen Ausstellung im Offenen Büro des Stadtplanungsamts Nürnberg Einblicke, eingebettet in Vorträge, Diskussionen und Stadtführungen. 
Kuration, Layout und Organisation von studio saro
Bestandteil des Ausstellungskonzeptes waren einerseits eine Stadtkarte von Nürnberg mit über 40 eingetragenen Orten der Studioteilnehmenden und andererseits in Einzelarbeit erstellte Foldouts mit konkreteren Informationen bezüglich eines individuell gewählten Kulturkonflikts. Zeil der Ausstellung war es eine Interaktivität herzustellen. Die Besuchenden konnten auf der Stadtkarte anhand von Post-Its weitere Kulturorte oder -konflikte eintragen oder die einzelnen Foldouts zu den in der Karte markierten Orten ausklappen und sich informieren. Bei der Erstellung des Layouts wurde besonders auf Barrierefreiheit, Inklusion und eine Kohärenz zur restlichen Ausstellung geachtet. Auch die Einbettung aller unterschiedlichen Individualthemen und die Erarbeitung und Umsetzung der Kuration von Kulturkonflikte.
Kuration, Layout, Organisation und Foldout Richard-Wagner-Platz von Sandra Rost
Bei der Vernissage und Diskussionsrunde am 03. August 2022 waren neben den Studierenden der ausgestellten Masterstudios und Professorin Gabu Heindl auch der Baureferent der Stadt Nürnberg, die BauLust als Initiative für Architektur und Öffentlichkeit in Nürnberg und zahlreiche Interessierte anwesend. 
   
Fotos der Vernissage: Madita Krenz

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