Die Konnektivität der Wahrnehmung von öffentlichem Raum und diskriminierender Sozialisation
Abstract
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird untersucht inwiefern der öffentliche Raum als unumgehbar prägender Bestandteil von Architektur diskriminierend gestaltet, organisiert und gebaut ist. Dabei werden anhand von Beispielen vier Parameter von Diskriminierung – Sexismus, Rassismus, Ableismus und Klassismus – aufgezeigt und erweiternd analysiert, wodurch diese Diskriminierung bedingt ist. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Konnektivität besteht zwischen diskriminierenden Parametern der Sozialisation und der Wahrnehmung von gegenwärtigem westlich geprägtem öffentlichem urbanen Außenraum? Um diese zu beantworten, wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Forschung in der Erhebung der Quellen angewendet. Zu Belegung der Theorie von Diskriminierung durch öffentlichen Raum wird ein deduktives Verfahren durchgeführt. Dadurch wird die Auswirkung auf die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen deutlich und ergänzend sichtbar für welche Dominanzgesellschaft der öffentliche Raum sozial funktioniert.
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird untersucht inwiefern der öffentliche Raum als unumgehbar prägender Bestandteil von Architektur diskriminierend gestaltet, organisiert und gebaut ist. Dabei werden anhand von Beispielen vier Parameter von Diskriminierung – Sexismus, Rassismus, Ableismus und Klassismus – aufgezeigt und erweiternd analysiert, wodurch diese Diskriminierung bedingt ist. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Konnektivität besteht zwischen diskriminierenden Parametern der Sozialisation und der Wahrnehmung von gegenwärtigem westlich geprägtem öffentlichem urbanen Außenraum? Um diese zu beantworten, wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Forschung in der Erhebung der Quellen angewendet. Zu Belegung der Theorie von Diskriminierung durch öffentlichen Raum wird ein deduktives Verfahren durchgeführt. Dadurch wird die Auswirkung auf die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen deutlich und ergänzend sichtbar für welche Dominanzgesellschaft der öffentliche Raum sozial funktioniert.
Gliederung
1. Gegenseitige Beeinflussung von öffentlichem Raum und soziokulturellen, diskriminierenden Parametern
1.1 Verstärkung, Abnahme und Auswirkung von Diskriminierung auf die Wahrnehmung von öffentlichem Raum
1.2 Stand der Forschung
1.3 Fehlende Nachhaltigkeit und Ausgrenzung durch Heteronormativität und heterosexuelle Matrix
2. Untersuchung von Beispielen von Diskriminierung durch öffentlichen Raum
2.1 Fehlende Ausgeglichenheit der geschlechtsspezifischen Daten als Planungsgrundlagen
2.2 Fehlende männliche Wahrnehmung von Problematiken im öffentlichen Raum
2.3 Auswirkungen von sozialisierter Persönlichkeitsentwicklung
2.4 Einfluss von städtischer Organisation auf den Alltag von Geschlechtern
2.6 Gentrifizierung als klassistische Vertreibung von Minderheiten
2.7 Art der Vergabe von Wohnraum an Minderheiten als klassistisches und rassistisches Problem
2.8 Anpassung von Verhaltensweisen aufgrund von internalisiertem Rassismus
2.9 Fehlende Beteiligungen und Ausschluss von migrantischen Minderheiten
2.10 Ableistisches Absprechen der Selbstständigkeit von behinderten Menschen im öffentlichen Raum und die Folgen dessen
2.11 Fehlende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
3. Conclusio
3.1 Zusammenfassung
3.2 Limitation durch exemplarische Darstellung von situativen Diskriminierungsbeispielen
3.3 Limitation durch Betrachtung einzelner Parameter
3.3 Gesteigertes Bewusstsein für internalisierte Diskriminierung und Nachhaltigkeit von öffentlichem Raum
3.4 Subjektive Betrachtung der Forschungsergebnisse
3.5 Zusätzliche Forschungsmöglichkeiten und Forschungslücken
4. Bibliografie
1. Gegenseitige Beeinflussung von öffentlichem Raum und soziokulturellen, diskriminierenden Parametern
1.1 Verstärkung, Abnahme und Auswirkung von Diskriminierung auf die Wahrnehmung von öffentlichem Raum
1.2 Stand der Forschung
1.3 Fehlende Nachhaltigkeit und Ausgrenzung durch Heteronormativität und heterosexuelle Matrix
2. Untersuchung von Beispielen von Diskriminierung durch öffentlichen Raum
2.1 Fehlende Ausgeglichenheit der geschlechtsspezifischen Daten als Planungsgrundlagen
2.2 Fehlende männliche Wahrnehmung von Problematiken im öffentlichen Raum
2.3 Auswirkungen von sozialisierter Persönlichkeitsentwicklung
2.4 Einfluss von städtischer Organisation auf den Alltag von Geschlechtern
2.6 Gentrifizierung als klassistische Vertreibung von Minderheiten
2.7 Art der Vergabe von Wohnraum an Minderheiten als klassistisches und rassistisches Problem
2.8 Anpassung von Verhaltensweisen aufgrund von internalisiertem Rassismus
2.9 Fehlende Beteiligungen und Ausschluss von migrantischen Minderheiten
2.10 Ableistisches Absprechen der Selbstständigkeit von behinderten Menschen im öffentlichen Raum und die Folgen dessen
2.11 Fehlende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
3. Conclusio
3.1 Zusammenfassung
3.2 Limitation durch exemplarische Darstellung von situativen Diskriminierungsbeispielen
3.3 Limitation durch Betrachtung einzelner Parameter
3.3 Gesteigertes Bewusstsein für internalisierte Diskriminierung und Nachhaltigkeit von öffentlichem Raum
3.4 Subjektive Betrachtung der Forschungsergebnisse
3.5 Zusätzliche Forschungsmöglichkeiten und Forschungslücken
4. Bibliografie
1. Gegenseitige Beeinflussung von öffentlichem Raum und soziokulturellen, diskriminierenden Parametern
„Da die gebaute Umwelt über lange Zeiträume hinweg beständig ist, haben wir es mit Räumen zu tun, die veraltete und ungenaue soziale Realitäten widerspiegeln. Dies wiederum prägt die Art und Weise, wie die Menschen ihr Leben leben, und die Bandbreite der Wahlmöglichkeiten, die ihnen offenstehen.“(1)
Die intersektionale Forschung zu den soziokulturellen Auswirkungen unseres gebauten öffentlichen Raums gewinnt an immer mehr Erkenntnissen und die gegenseitige Beeinflussung wird immer sichtbarer. In der folgenden Arbeit werden Verbindungen von Soziokultur und Architektur auf Basis von Diskriminierungsdimensionen sichtbar gemacht, beispielhaft untermauert und hinterfragt. Anschließend werden Rückschlüsse auf unsere Sozialisation und die Gründe dahinter getroffen.
Die intersektionale Forschung zu den soziokulturellen Auswirkungen unseres gebauten öffentlichen Raums gewinnt an immer mehr Erkenntnissen und die gegenseitige Beeinflussung wird immer sichtbarer. In der folgenden Arbeit werden Verbindungen von Soziokultur und Architektur auf Basis von Diskriminierungsdimensionen sichtbar gemacht, beispielhaft untermauert und hinterfragt. Anschließend werden Rückschlüsse auf unsere Sozialisation und die Gründe dahinter getroffen.
1.1 Verstärkung, Abnahme und Auswirkung von Diskriminierung auf die Wahrnehmung von öffentlichem Raum
Die Wahrnehmung des öffentlichen Raums ist enorm von der Sozialisation jedes Individuums geprägt. Es bedingt beispielsweise, ob Straßen als Angsträume wahrgenommen werden, ob Strategien zur Vermeidung von Diskriminierung entwickelt werden oder ob das eigene Verhalten an eine Dominanzgesellschaft angepasst wird, um vermeintlich eine größere Berechtigung für die Einnahme von Raum zu haben. Dabei findet die Diskriminierung unterschiedlich intensiv statt, vor allem aber häufig intersektional, was Betroffenen multidimensionale Perspektiven auf den öffentlichen Raum gibt. Nicht zuletzt entstehen dabei häufig Dilemmata zwischen Diskriminierungsformen, es finden Diskursverschiebungen statt und die Übernahme von Verantwortung und Solidarität fehlt.
Die Wahrnehmung des öffentlichen Raums ist enorm von der Sozialisation jedes Individuums geprägt. Es bedingt beispielsweise, ob Straßen als Angsträume wahrgenommen werden, ob Strategien zur Vermeidung von Diskriminierung entwickelt werden oder ob das eigene Verhalten an eine Dominanzgesellschaft angepasst wird, um vermeintlich eine größere Berechtigung für die Einnahme von Raum zu haben. Dabei findet die Diskriminierung unterschiedlich intensiv statt, vor allem aber häufig intersektional, was Betroffenen multidimensionale Perspektiven auf den öffentlichen Raum gibt. Nicht zuletzt entstehen dabei häufig Dilemmata zwischen Diskriminierungsformen, es finden Diskursverschiebungen statt und die Übernahme von Verantwortung und Solidarität fehlt.
1.2 Stand der Forschung
Ständig beeinflusst von unserer tatsächlich gebauten Umwelt, geht es heute mehr denn je darum für die Gesellschaft nachhaltig zu planen und inklusive Räume zu generieren. Geprägt von Jahrhunderten von fehlender Gleichberechtigung in einer Dominanzgesellschaft, welche Minderheiten konsequent unterdrückt, basieren zunehmend immer mehr Debatten über den urbanen öffentlichen Raum auf einem soziokulturellen Kontext. Es stellen sich Fragen der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialisation und Architektur. Die ständige automatisch erzeugte Auseinandersetzung und Wahrnehmung aller Menschen mit öffentlichem Raum sind dabei nicht abzusprechen. Alltägliche Bewegungsmuster machen es uns unmöglich. Doch primär sind damit Minderheiten konfrontiert. Letztendlich gehen alle Debatten auf die Frage zurück, welche Rolle der öffentliche Raum einnimmt, wenn es um die Konnektivität zwischen diesem und diskriminierenden Parametern der Sozialisation geht. An alltäglichen rassistischen, sexistischen, ableistischen und klassistischen Beispielen lässt sich der Status Quo dessen visualisieren. Der aktuelle Forschungsstand zu dieser Frage wird im Folgenden beleuchtet.
Ständig beeinflusst von unserer tatsächlich gebauten Umwelt, geht es heute mehr denn je darum für die Gesellschaft nachhaltig zu planen und inklusive Räume zu generieren. Geprägt von Jahrhunderten von fehlender Gleichberechtigung in einer Dominanzgesellschaft, welche Minderheiten konsequent unterdrückt, basieren zunehmend immer mehr Debatten über den urbanen öffentlichen Raum auf einem soziokulturellen Kontext. Es stellen sich Fragen der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialisation und Architektur. Die ständige automatisch erzeugte Auseinandersetzung und Wahrnehmung aller Menschen mit öffentlichem Raum sind dabei nicht abzusprechen. Alltägliche Bewegungsmuster machen es uns unmöglich. Doch primär sind damit Minderheiten konfrontiert. Letztendlich gehen alle Debatten auf die Frage zurück, welche Rolle der öffentliche Raum einnimmt, wenn es um die Konnektivität zwischen diesem und diskriminierenden Parametern der Sozialisation geht. An alltäglichen rassistischen, sexistischen, ableistischen und klassistischen Beispielen lässt sich der Status Quo dessen visualisieren. Der aktuelle Forschungsstand zu dieser Frage wird im Folgenden beleuchtet.
Sexismus im öffentlichen Raum zeigt sich aufgrund des Feminismus als eine der größten sozialen Debatten bereits an vielen Stellen, beginnend mit der Datenerhebung, welche häufig als Planungsgrundlage von Architektur dient. In Data Feminism von Catherine D’Ignazio und Lauren F. Klein und in der Studie Gendering the GeoWeb: Analysing demographic difference in user generated geographic information von Monica Stephens und Antonella Rondinone wird die unterschiedlich verteilte Datenerhebung von kaum weiblich und vorwiegend männlich sozialisierten Personen thematisiert.
Wie früh es Unterschiede in der Wahrnehmung von öffentlichem Raum und wie viel Raum wir als Individuen oder Zugehörige zu sozialen Gruppen einnehmen, zeigt Micheal Bond in seinem Buch Wayfinding.The Art and Science How we Lose and Find our Way. Bereits im Kinderalter wird der freie Entdeckungswillen je nach geschlechtsbasierter Sozialisation eingeschränkt.(2) Es wird deutlich, welche Folgen es auf die Wahrnehmung von öffentlichem Raum im Erwachsenenalter hat.
Die Autorin Leslie Kern hat mit der Veröffentlichung ihres Buches Feminist City, Claiming Space in a Man-Made World verdeutlicht, dass Städte und wie diese organisiert sind, nicht auf die Bedürfnisse von weiblich sozialisierten Personen angepasst sind, sondern sich auf einen geschlechtsstereotypischen männlichen Alltag konzentrieren. Erweiternd dazu schreibt Gerda Wekerle bereits 1984 in ihrem Artikel A Woman’s Place is in the City über den Raum, den weibliche Personen in Städten einnehmen und wie sie Städte und dessen diskriminierende Barrieren nutzen, um ihrem Alltag gerecht zu werden.
Hille Koskela betrachtet in ihrem Artikel Bold Walk and Breakings Women‘s spatial confidence versus fear of violence im Gender, Place and Culture: A Journal of Feminist Geography wie sprachlich das Verhalten von weiblich sozialisierten Personen negativ konnotiert rezipiert wird.
Von persönlichen Grenzen im öffentlichen Raum schreibt auch Gabrielle Peters in ihrem Artikel A weehlchair user’s guide to consent. Sie benennt dabei alltägliche Situationen mit denen behinderte Menschen konfrontiert sind, wie dem ungefragten Eingreifen in die Hilfsmittel behinderter Personen.(3) Sie beschreibt, wie diese Beispiele ausgehend von einer Dominanzgesellschaft zustande kommen und die Dominanz von able-bodied Personen widerspiegelt.
Wie es um die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum steht, zeigt auch der Verkehrsclub Deutschland auf. Sie zeigen Diskrepanzen und Lücken im Umgang mit behinderten Personen und deren Alltag auf und inwiefern die Bedürfnisse von behinderten mit den Faktoren von Finanzierung aufgewogen werden. Primär geht es um „den Zugang für alle zu einer selbstbestimmten und klimaverträglichen Mobilität.“(4)
Desweitern wird deutlich, dass auch Rassismus im öffentlichen Raum durch die internalisierte Diskriminierung vielseitig problematisch ist. Desmond Cole berichtet in seinem Artikel The Skin I’m In: I’ve been interrogated by police more than 50 times – all because I’m black, dass sich der Aufenthalt von Schwarzen Menschen im öffentlichen Raum und wie viel ihnen davon von anderen zugestanden wird, drastisch unterscheidet und die Tragweite, die das für Schwarze Menschen bedeutet, da es erschöpfend ist „sich in einer angeblich freien Gesellschaft für seine Freiheiten rechtfertigen zu müssen“.(5)
Ebenfalls rassistisch zeigen sich die Interessen von migrantischen Menschen, wenn es um Planungsprozesse geht. Im Dezember 2022 veröffentlich die BAUWELT eine Ausgabe zu dem Thema Stadt und Rassismus. In einem Artikel von Kim Ha Tran wird von den diskriminierenden Planungsprozessen in Köln berichtet: „Der achtlose Umgang der Planerschaft mit der ortsansässigen Geschichte wurde durch das städtische Gremium unterstützt und bestätigt die Annahme, dass migrantische Stimmen im Planungsprozess als verhandelbar betrachtet wurden.“(6)
Wohnraum und dessen Verfügbarkeit als Teil des öffentlichen Raumes sind ebenfalls keineswegs frei von rassistischer Diskriminierung. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in einer Veröffentlichung aus 2020 mit dem Titel Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt beweist, dass migrantische Menschen sowohl bei der Suche nach Wohnraum als auch bezüglich Mietpreisen und Wohnfläche diskriminiert werden.(7,8)
Gabu Heindl stellt sich dieser Frage in ihrem Buch Stadtkonflikte: Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung. Als Wienerin beschreibt sie die rassistischen Kriterien in der Vergabe von sozialem Wohnraum und wie dies teilweise innerhalb des letzten Jahrzehnts verstärkt wurden.(9) Das führt umgehend auch zu einer klassistischen Thematik und der Frage nach der Verhältnismäßigkeit und dem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum.
Bei der Betrachtung des Architekturberufs zeigt sich eine Vielzahl von Diskriminierungsparametern: rassistisch, sexistisch, ableistisch und klassistisch. Zuletzt wird vor allem der Vorwurf des Klassismus immer größer und es muss abgewogen werden, von wem Architektur gebaut wird, wenn uns diese so direkt beeinflusst. Die Higher Education Statistics Agency bestätigt, „dass Architekturstudierende aus deutlich privilegierteren Verhältnissen kommen als der Durchschnitt der britischen Studierendenschaft“.(10)
Wie früh es Unterschiede in der Wahrnehmung von öffentlichem Raum und wie viel Raum wir als Individuen oder Zugehörige zu sozialen Gruppen einnehmen, zeigt Micheal Bond in seinem Buch Wayfinding.The Art and Science How we Lose and Find our Way. Bereits im Kinderalter wird der freie Entdeckungswillen je nach geschlechtsbasierter Sozialisation eingeschränkt.(2) Es wird deutlich, welche Folgen es auf die Wahrnehmung von öffentlichem Raum im Erwachsenenalter hat.
Die Autorin Leslie Kern hat mit der Veröffentlichung ihres Buches Feminist City, Claiming Space in a Man-Made World verdeutlicht, dass Städte und wie diese organisiert sind, nicht auf die Bedürfnisse von weiblich sozialisierten Personen angepasst sind, sondern sich auf einen geschlechtsstereotypischen männlichen Alltag konzentrieren. Erweiternd dazu schreibt Gerda Wekerle bereits 1984 in ihrem Artikel A Woman’s Place is in the City über den Raum, den weibliche Personen in Städten einnehmen und wie sie Städte und dessen diskriminierende Barrieren nutzen, um ihrem Alltag gerecht zu werden.
Hille Koskela betrachtet in ihrem Artikel Bold Walk and Breakings Women‘s spatial confidence versus fear of violence im Gender, Place and Culture: A Journal of Feminist Geography wie sprachlich das Verhalten von weiblich sozialisierten Personen negativ konnotiert rezipiert wird.
Von persönlichen Grenzen im öffentlichen Raum schreibt auch Gabrielle Peters in ihrem Artikel A weehlchair user’s guide to consent. Sie benennt dabei alltägliche Situationen mit denen behinderte Menschen konfrontiert sind, wie dem ungefragten Eingreifen in die Hilfsmittel behinderter Personen.(3) Sie beschreibt, wie diese Beispiele ausgehend von einer Dominanzgesellschaft zustande kommen und die Dominanz von able-bodied Personen widerspiegelt.
Wie es um die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum steht, zeigt auch der Verkehrsclub Deutschland auf. Sie zeigen Diskrepanzen und Lücken im Umgang mit behinderten Personen und deren Alltag auf und inwiefern die Bedürfnisse von behinderten mit den Faktoren von Finanzierung aufgewogen werden. Primär geht es um „den Zugang für alle zu einer selbstbestimmten und klimaverträglichen Mobilität.“(4)
Desweitern wird deutlich, dass auch Rassismus im öffentlichen Raum durch die internalisierte Diskriminierung vielseitig problematisch ist. Desmond Cole berichtet in seinem Artikel The Skin I’m In: I’ve been interrogated by police more than 50 times – all because I’m black, dass sich der Aufenthalt von Schwarzen Menschen im öffentlichen Raum und wie viel ihnen davon von anderen zugestanden wird, drastisch unterscheidet und die Tragweite, die das für Schwarze Menschen bedeutet, da es erschöpfend ist „sich in einer angeblich freien Gesellschaft für seine Freiheiten rechtfertigen zu müssen“.(5)
Ebenfalls rassistisch zeigen sich die Interessen von migrantischen Menschen, wenn es um Planungsprozesse geht. Im Dezember 2022 veröffentlich die BAUWELT eine Ausgabe zu dem Thema Stadt und Rassismus. In einem Artikel von Kim Ha Tran wird von den diskriminierenden Planungsprozessen in Köln berichtet: „Der achtlose Umgang der Planerschaft mit der ortsansässigen Geschichte wurde durch das städtische Gremium unterstützt und bestätigt die Annahme, dass migrantische Stimmen im Planungsprozess als verhandelbar betrachtet wurden.“(6)
Wohnraum und dessen Verfügbarkeit als Teil des öffentlichen Raumes sind ebenfalls keineswegs frei von rassistischer Diskriminierung. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in einer Veröffentlichung aus 2020 mit dem Titel Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt beweist, dass migrantische Menschen sowohl bei der Suche nach Wohnraum als auch bezüglich Mietpreisen und Wohnfläche diskriminiert werden.(7,8)
Gabu Heindl stellt sich dieser Frage in ihrem Buch Stadtkonflikte: Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung. Als Wienerin beschreibt sie die rassistischen Kriterien in der Vergabe von sozialem Wohnraum und wie dies teilweise innerhalb des letzten Jahrzehnts verstärkt wurden.(9) Das führt umgehend auch zu einer klassistischen Thematik und der Frage nach der Verhältnismäßigkeit und dem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum.
Bei der Betrachtung des Architekturberufs zeigt sich eine Vielzahl von Diskriminierungsparametern: rassistisch, sexistisch, ableistisch und klassistisch. Zuletzt wird vor allem der Vorwurf des Klassismus immer größer und es muss abgewogen werden, von wem Architektur gebaut wird, wenn uns diese so direkt beeinflusst. Die Higher Education Statistics Agency bestätigt, „dass Architekturstudierende aus deutlich privilegierteren Verhältnissen kommen als der Durchschnitt der britischen Studierendenschaft“.(10)
1.3 Fehlende Nachhaltigkeit und Ausgrenzung durch Heteronormativität und heterosexuelle Matrix
Soziokulturell betrachtet ist eine inklusive Gesellschaft auch eine nachhaltige Gesellschaft. Durch Ausgrenzung und Diskriminierung wird diese progressive Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit aufgehalten. Als Basis können die Heteronormativität nach Micheal Warner und die heterosexuelle Matrix nach Judith Butler angenommen werden. Beide Theorien beschreiben die Binarität von sexuellen Identitäten. Sie umfassen Normen und Erwartungshaltungen an alle sozialisierten Individuen, dass sie nach einem binären Identitätssystem und nach Heterosexualität leben und erzogen wurden. Dabei werden die Geschlechter Mann und Frau als gegeben angenommen, andere Sexualitäten wie Bisexualität oder Pansexualität ausgeschlossen und gleichzeitig ist der Geschlechterdiskurs doppelt heterosexualisiert. Diese Narrative ziehen sich in alle sozialen Bereiche und sind heutzutage nicht abzusprechen. Sie führen vor allem zu dem Ausschluss diverser Lebensrealität und zu Annahmen, was als normal gilt und was anders ist, in den Queer Studies wird das als Othering beschrieben. Dadurch entsteht und bedingt sich Diskriminierung internalisiert und systemisch.
Soziokulturell betrachtet ist eine inklusive Gesellschaft auch eine nachhaltige Gesellschaft. Durch Ausgrenzung und Diskriminierung wird diese progressive Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit aufgehalten. Als Basis können die Heteronormativität nach Micheal Warner und die heterosexuelle Matrix nach Judith Butler angenommen werden. Beide Theorien beschreiben die Binarität von sexuellen Identitäten. Sie umfassen Normen und Erwartungshaltungen an alle sozialisierten Individuen, dass sie nach einem binären Identitätssystem und nach Heterosexualität leben und erzogen wurden. Dabei werden die Geschlechter Mann und Frau als gegeben angenommen, andere Sexualitäten wie Bisexualität oder Pansexualität ausgeschlossen und gleichzeitig ist der Geschlechterdiskurs doppelt heterosexualisiert. Diese Narrative ziehen sich in alle sozialen Bereiche und sind heutzutage nicht abzusprechen. Sie führen vor allem zu dem Ausschluss diverser Lebensrealität und zu Annahmen, was als normal gilt und was anders ist, in den Queer Studies wird das als Othering beschrieben. Dadurch entsteht und bedingt sich Diskriminierung internalisiert und systemisch.
2. Untersuchung von Beispielen von Diskriminierung
durch öffentlichen Raum
durch öffentlichen Raum
2.1 Fehlende Ausgeglichenheit der geschlechtsspezifischen Daten als Planungsgrundlagen
Bei einer chronologischen Betrachtung von Planungsprozessen steht zu Beginn häufig die Auswertung und Weiterverarbeitung von Daten. Ausgehen davon werden Entscheidungen getroffen, die als allgemeingültig für alle Menschen festgesetzt werden. Zu der weiblichen Wahrnehmung des öffentlichen Raumen gibt es dazu allerdings eine besonders niedrige Datenlage. Sichtbar ist das unter anderem in der Datenerhebung von OpenStreetMap. Das im Jahr 2004 gegründete Projekt hat das Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Es werden weltweit Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere, was gemeinhin auf Karten zu sehen ist, gesammelt und frei und kostenlos zur Verfügung gestellt. Besonders Studierende greifen darauf zurück.(11) In einer Studie zu der Analyse von demografischen Unterschieden in nutzer*innengenerierter Information von Monica Stephens und Antonella Rondinone wurde herausgefunden, dass nur drei Prozent der Daten von OSM von weiblichen Personen stammt.(12) Das hat zur Folge, dass es ein nicht repräsentatives Abbild von öffentlichem Raum gibt, da die „Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere“(13) auf der Partizipation von größtenteils männlich sozialisierten Personen basiert. Die alltäglichen Bewegungsmuster von weiblich sozialisierten Personen sind unterrepräsentiert und werden somit in den Datengrundlagen nicht ausreichend erfasst. Diese Grundlagen sind eine Planungsbasis, die folglich nicht inklusiv ist, sondern eine männlich sozialisierte Dominanzgesellschaft abbildet.
Bei einer chronologischen Betrachtung von Planungsprozessen steht zu Beginn häufig die Auswertung und Weiterverarbeitung von Daten. Ausgehen davon werden Entscheidungen getroffen, die als allgemeingültig für alle Menschen festgesetzt werden. Zu der weiblichen Wahrnehmung des öffentlichen Raumen gibt es dazu allerdings eine besonders niedrige Datenlage. Sichtbar ist das unter anderem in der Datenerhebung von OpenStreetMap. Das im Jahr 2004 gegründete Projekt hat das Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Es werden weltweit Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere, was gemeinhin auf Karten zu sehen ist, gesammelt und frei und kostenlos zur Verfügung gestellt. Besonders Studierende greifen darauf zurück.(11) In einer Studie zu der Analyse von demografischen Unterschieden in nutzer*innengenerierter Information von Monica Stephens und Antonella Rondinone wurde herausgefunden, dass nur drei Prozent der Daten von OSM von weiblichen Personen stammt.(12) Das hat zur Folge, dass es ein nicht repräsentatives Abbild von öffentlichem Raum gibt, da die „Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere“(13) auf der Partizipation von größtenteils männlich sozialisierten Personen basiert. Die alltäglichen Bewegungsmuster von weiblich sozialisierten Personen sind unterrepräsentiert und werden somit in den Datengrundlagen nicht ausreichend erfasst. Diese Grundlagen sind eine Planungsbasis, die folglich nicht inklusiv ist, sondern eine männlich sozialisierte Dominanzgesellschaft abbildet.
2.2 Fehlende männliche Wahrnehmung von Problematiken im öffentlichen Raum
Auch wenn die Studierenden in dem Studiengang Architektur ausgeglichen zu Hälften männlich und weiblich sind, finden sich in aktiven Planungspositionen wie der Geschäftsführung oder Bauleitung kaum weiblich sozialisierte Personen.(14) Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Planende und Verantwortliche primär männlich sozialisiert sind. Sie nehmen Räume anders wahr als weiblich Sozialisierte. Wenn sich Personen in Räumen aufhalten, wird unbewusst nach einer Art von Rückmeldung gesucht. Sowohl andere Personen als auch Gegenstände können dafür verwendet werden und bedingen die individuelle Behaglichkeit von Personen in einem Raum. Männlich sozialisierten „erscheinen Dinge, die Räume und Umgebungen prägen, als gegeben – sie rücken nicht in das Feld der eigenen Aufmerksamkeit. Dazu kommt, dass bestimmten als privat zu bezeichnenden Aspekten, zu denen auch Fragen der Identität, der Partnerschaft und der Familie zählen, bewusst die (männliche) Aufmerksamkeit entzogen wird, aus dem Wissen um ihre das Selbst stabilisierende Funktion. Bequemlichkeit, Ungezwungenheit und Einvernehmen bestimmen öffentliches Auftreten, Handeln und Interaktionen in männlich dominierten Kontexten, wie Frauen immer wieder berichten.“(15) Männlich Sozialisierte bekommen zu öffentlichem Raum einen leichteren soziokulturellen Zugang, unter anderem weil Planungsstandards für diese gemacht sind und sie deutlich häufiger bestätigende Rückmeldungen von Räumen bekommen.
Auch wenn die Studierenden in dem Studiengang Architektur ausgeglichen zu Hälften männlich und weiblich sind, finden sich in aktiven Planungspositionen wie der Geschäftsführung oder Bauleitung kaum weiblich sozialisierte Personen.(14) Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Planende und Verantwortliche primär männlich sozialisiert sind. Sie nehmen Räume anders wahr als weiblich Sozialisierte. Wenn sich Personen in Räumen aufhalten, wird unbewusst nach einer Art von Rückmeldung gesucht. Sowohl andere Personen als auch Gegenstände können dafür verwendet werden und bedingen die individuelle Behaglichkeit von Personen in einem Raum. Männlich sozialisierten „erscheinen Dinge, die Räume und Umgebungen prägen, als gegeben – sie rücken nicht in das Feld der eigenen Aufmerksamkeit. Dazu kommt, dass bestimmten als privat zu bezeichnenden Aspekten, zu denen auch Fragen der Identität, der Partnerschaft und der Familie zählen, bewusst die (männliche) Aufmerksamkeit entzogen wird, aus dem Wissen um ihre das Selbst stabilisierende Funktion. Bequemlichkeit, Ungezwungenheit und Einvernehmen bestimmen öffentliches Auftreten, Handeln und Interaktionen in männlich dominierten Kontexten, wie Frauen immer wieder berichten.“(15) Männlich Sozialisierte bekommen zu öffentlichem Raum einen leichteren soziokulturellen Zugang, unter anderem weil Planungsstandards für diese gemacht sind und sie deutlich häufiger bestätigende Rückmeldungen von Räumen bekommen.
2.3 Auswirkungen von sozialisierter Persönlichkeitsentwicklung
Die Entwicklung des Navigationssystems im menschlichen Gehirn von der Geburt an bildet einen der einflussreichsten Faktoren wie wir öffentlichen Raum wahrnehmen. Dabei geht es primär um die Stärkung unseres Orientierungssinnes. Es ist sogar in Hirnscans ersichtlich, dass sich bestimmte Gehirnareale vergrößern, sobald wir uns viel im öffentlichen Raum aufhalten. So wurde in Studien herausgefunden, dass Taxifahrer*innen den größten Hippocampus, der Bereich im Gehirn, in dem unser Navigationssystem sitzt, haben. Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass bereits im Kindesalter Faktoren festgelegt werden, die uns beeinflussen. Weibliche Kinder trauen sich im Gegensatz zu männlichen Kindern nur die Hälfte der Distanz zu, wenn es darum geht sich frei und ohne Grenzen von zuhause zu entfernen und die Welt frei zu entdecken.(16)
Es wird sich grundlos mehr um sie gesorgt und eher befürchtet, dass ihnen etwas zu stößt. Allerdings wird ihnen so auch unbewusst vermittelt, dass sie im öffentlichen Raum weniger Raum einnehmen dürfen. Daraus ergibt sich ein Kreis der Diskriminierung, welcher nur schwer zu durchbrechen ist.
Entwicklungsbedingte Folgen davon lassen sich dann erkennen, wenn die Aufgaben des Navigationssystems betrachtet werden, die es im Erwachsenenalter übernimmt. Eine Eigenschaft ist das räumliche Denken. Ergebnisse von kleinmaßstäblichen Tests an Kindern, in denen diese Freiformen im Kopf rotieren lassen mussten, zeigten, dass diese Ergebnisse ein großer Indikator für akademische Errungenschaften für eine Karriere in dem MINT-Fächern sind.(17)
Weiblich sozialisierte Menschen werden bereits im Kindesalter dazu angehalten nicht zu viel Raum einzunehmen. Sozial betrachtet sorgt das für eine geänderte Konnotation über weibliches Verhalten im öffentlichen Raum, denn „Frauen sind so sehr darauf sozialisiert, Angst zu haben, dass sie selbst dann, wenn sie keine haben, dazu neigen, die Handlung im Nachhinein als gewagt oder dumm zu betrachten. Es scheint, dass sie sich nicht eingestehen können, dass sie die Situation vielleicht richtig eingeschätzt und entsprechend gehandelt haben.“(18) Die Annahme, dass das eigene Verhalten als waghalsig oder dumm wahrgenommen wird, lässt sich auf die öffentliche sprachliche Widergabe von weiblichem Verhalten zurückführen. Eine Tradition von Diskursverschiebungen und Täter*innen-Opfer-Umkehr reproduziert die Vorstellung, dass Frauen Schuld an Gewalttaten tragen. Es gleicht einer Unzulässlichkeit, dass weiblich Sozialisierte soziales und räumliches Selbstvertrauen haben. Es wird sogar zusätzlich erwartet, dass sie Angst haben.(19)
Die Entwicklung des Navigationssystems im menschlichen Gehirn von der Geburt an bildet einen der einflussreichsten Faktoren wie wir öffentlichen Raum wahrnehmen. Dabei geht es primär um die Stärkung unseres Orientierungssinnes. Es ist sogar in Hirnscans ersichtlich, dass sich bestimmte Gehirnareale vergrößern, sobald wir uns viel im öffentlichen Raum aufhalten. So wurde in Studien herausgefunden, dass Taxifahrer*innen den größten Hippocampus, der Bereich im Gehirn, in dem unser Navigationssystem sitzt, haben. Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass bereits im Kindesalter Faktoren festgelegt werden, die uns beeinflussen. Weibliche Kinder trauen sich im Gegensatz zu männlichen Kindern nur die Hälfte der Distanz zu, wenn es darum geht sich frei und ohne Grenzen von zuhause zu entfernen und die Welt frei zu entdecken.(16)
Es wird sich grundlos mehr um sie gesorgt und eher befürchtet, dass ihnen etwas zu stößt. Allerdings wird ihnen so auch unbewusst vermittelt, dass sie im öffentlichen Raum weniger Raum einnehmen dürfen. Daraus ergibt sich ein Kreis der Diskriminierung, welcher nur schwer zu durchbrechen ist.
Entwicklungsbedingte Folgen davon lassen sich dann erkennen, wenn die Aufgaben des Navigationssystems betrachtet werden, die es im Erwachsenenalter übernimmt. Eine Eigenschaft ist das räumliche Denken. Ergebnisse von kleinmaßstäblichen Tests an Kindern, in denen diese Freiformen im Kopf rotieren lassen mussten, zeigten, dass diese Ergebnisse ein großer Indikator für akademische Errungenschaften für eine Karriere in dem MINT-Fächern sind.(17)
Weiblich sozialisierte Menschen werden bereits im Kindesalter dazu angehalten nicht zu viel Raum einzunehmen. Sozial betrachtet sorgt das für eine geänderte Konnotation über weibliches Verhalten im öffentlichen Raum, denn „Frauen sind so sehr darauf sozialisiert, Angst zu haben, dass sie selbst dann, wenn sie keine haben, dazu neigen, die Handlung im Nachhinein als gewagt oder dumm zu betrachten. Es scheint, dass sie sich nicht eingestehen können, dass sie die Situation vielleicht richtig eingeschätzt und entsprechend gehandelt haben.“(18) Die Annahme, dass das eigene Verhalten als waghalsig oder dumm wahrgenommen wird, lässt sich auf die öffentliche sprachliche Widergabe von weiblichem Verhalten zurückführen. Eine Tradition von Diskursverschiebungen und Täter*innen-Opfer-Umkehr reproduziert die Vorstellung, dass Frauen Schuld an Gewalttaten tragen. Es gleicht einer Unzulässlichkeit, dass weiblich Sozialisierte soziales und räumliches Selbstvertrauen haben. Es wird sogar zusätzlich erwartet, dass sie Angst haben.(19)
2.4 Einfluss von städtebaulicher Organisation auf den Alltag von Geschlechtern
Weiblich sozialisierte Personen leisten im Vergleich zu männlich sozialisierten täglich deutlich mehr Care-Arbeit. Erhoben wurde das in dem zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung und errechnet wurde der Gender Care Gap auf der Basis der repräsentativen Daten der letzten Zeitverwendungserhebung von 2012/2013 des Statistischen Bundesamtes. Frauen leisten täglich 52,4 Prozent mehr unbezahlte Care-Arbeit.(20) Umgerechnet sind das eine Stunde und 27 Minuten pro Tag, welche für „Tätigkeiten der Haushaltsführung (einschließlich Reperaturarbeiten, Gartenpflege, Sorge für Tiere), Pflege und Betreuung von Kindern und Erwachsenden, ehrenamtliches Engagement und informelle Hilfen für andere Haushalte“ verwendet werden. In Haushalten mit Kindern ist das Gender Care Gap sogar noch deutlich höher.(21) Dies hat zur Folge, dass weiblich sozialisierte Personen neben ihrer täglichen Erwerbstätigkeit noch eine Vielzahl an care-orientieren Aufgaben leisten müssen. Diese „doppelten Tage“ an bezahlter und unbezahlter Arbeit ist nur möglich in dichten und dienstleistungsorientieren Umgebungen von Städten.(22) Das sind häufig gentrifizierte und exklusive Stadtteile, die für die meisten, vor allem alleinerziehenden, weiblich sozialisierten Personen kaum erreichbar sind. Daraus resultiert nicht nur eine sexistische Stadtplanung, sondern auch eine klassistische.
Die organisatorischen Strukturen von Städten führen zu extra Barrieren für den durchschnittlichen Alltag von weiblich sozialisierten Personen. Zu Fuß, per Fahrrad oder über öffentliche Verkehrsmittel sind die häufigsten Mittel für die alltäglichen Bewegungsströme von weiblich sozialisierten Personen. Männlich Sozialisierte pendeln mehr mit dem Auto und sind einem geringeren Risiko von Unfällen und Barrieren ausgesetzt, vor allem im Winter. Häufig sind Gehwege, Fahrradwege, Gassen oder Bushaltestellen die letzten Orte des öffentlichen Raumen, die bei Schneefall geräumt werden. Dies sorgt allerdings für eine Verstärkung des gender safety gap. Dass es vielschichtig zu mehr Nachhaltigkeit führt, wenn die Organisationsstrukturen umgestellt werden, zeigt sich bei der schwedischen gender equal plowing strategy. Für Strategien der Schneeräumung wurde sich an geschlechtsbasierten Analysen orientiert. Bei dem Versuch mehr öffentliche Gelder für weiblich sozialisierte Menschen auszugeben, wurde entschieden, deren tägliche Berührungspunkte – Gehwege, Fahrradwege, Bushaltestellen und Gassen zu Kinderbetreuungen - zuerst zu räumen. Zusätzlich zu einem gleichberechtigteren öffentlichen Raum, sorgt das auch für umweltfreundlichere Verkehrsmöglichkeiten.(23)
Diese Strategie wurde zuerst in Stockholm und nach erfolgreicher Erprobung in anderen schwedischen Städten angewandt. Insgesamt resultierte das in Debatten zur Priorisierung von Städten weltweit und in einer gesteigerten Nachhaltigkeit des öffentlichen Raumes. Diese wurde erreicht, da mehr Personen – unabhängig ihres Geschlechts – daraufhin zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln pendelten. Außerdem ergab sich daraus eine Zeitersparnis, da es ermöglichte früher unterwegs zu sein. Vor allem wurde aber die Lücke des gender safety gap mehr geschlossen und eine gerechtere Verteilung von öffentlichen Geldern erwirkt. Erweiternd dazu wird Erwerbstätigkeit und die Auswirkung dessen auf die Organisation dessen öffentlichen Raums in diesem Aspekt nicht mehr über unbezahlte Care Arbeit gestellt. Es zeigt zudem auf, dass Entscheidungsträger*innen primär männlich sozialisiert waren und deren alltägliche Wege vorher zuerst geräumt wurden, da diese besonders in die eigene Aufmerksamkeit fallen. Des Weiteren führte diese neue Strategie zu geringeren Kosten im Gesundheitssystem. 79 Prozent der Verletzungen von Fußgänger*innen passieren im Winter, wovon wiederum 69 Prozent weiblich sozialisiert sind. Größtenteils passierte das durch Stürze im öffentlichen Raum und resultierte in 3.400.000 Euro Mehrkosten. Durch die Änderung der Schneeräumung konnten die Verletzungen und die Kosten dieser halbiert werden.(24)
Weiblich sozialisierte Personen leisten im Vergleich zu männlich sozialisierten täglich deutlich mehr Care-Arbeit. Erhoben wurde das in dem zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung und errechnet wurde der Gender Care Gap auf der Basis der repräsentativen Daten der letzten Zeitverwendungserhebung von 2012/2013 des Statistischen Bundesamtes. Frauen leisten täglich 52,4 Prozent mehr unbezahlte Care-Arbeit.(20) Umgerechnet sind das eine Stunde und 27 Minuten pro Tag, welche für „Tätigkeiten der Haushaltsführung (einschließlich Reperaturarbeiten, Gartenpflege, Sorge für Tiere), Pflege und Betreuung von Kindern und Erwachsenden, ehrenamtliches Engagement und informelle Hilfen für andere Haushalte“ verwendet werden. In Haushalten mit Kindern ist das Gender Care Gap sogar noch deutlich höher.(21) Dies hat zur Folge, dass weiblich sozialisierte Personen neben ihrer täglichen Erwerbstätigkeit noch eine Vielzahl an care-orientieren Aufgaben leisten müssen. Diese „doppelten Tage“ an bezahlter und unbezahlter Arbeit ist nur möglich in dichten und dienstleistungsorientieren Umgebungen von Städten.(22) Das sind häufig gentrifizierte und exklusive Stadtteile, die für die meisten, vor allem alleinerziehenden, weiblich sozialisierten Personen kaum erreichbar sind. Daraus resultiert nicht nur eine sexistische Stadtplanung, sondern auch eine klassistische.
Die organisatorischen Strukturen von Städten führen zu extra Barrieren für den durchschnittlichen Alltag von weiblich sozialisierten Personen. Zu Fuß, per Fahrrad oder über öffentliche Verkehrsmittel sind die häufigsten Mittel für die alltäglichen Bewegungsströme von weiblich sozialisierten Personen. Männlich Sozialisierte pendeln mehr mit dem Auto und sind einem geringeren Risiko von Unfällen und Barrieren ausgesetzt, vor allem im Winter. Häufig sind Gehwege, Fahrradwege, Gassen oder Bushaltestellen die letzten Orte des öffentlichen Raumen, die bei Schneefall geräumt werden. Dies sorgt allerdings für eine Verstärkung des gender safety gap. Dass es vielschichtig zu mehr Nachhaltigkeit führt, wenn die Organisationsstrukturen umgestellt werden, zeigt sich bei der schwedischen gender equal plowing strategy. Für Strategien der Schneeräumung wurde sich an geschlechtsbasierten Analysen orientiert. Bei dem Versuch mehr öffentliche Gelder für weiblich sozialisierte Menschen auszugeben, wurde entschieden, deren tägliche Berührungspunkte – Gehwege, Fahrradwege, Bushaltestellen und Gassen zu Kinderbetreuungen - zuerst zu räumen. Zusätzlich zu einem gleichberechtigteren öffentlichen Raum, sorgt das auch für umweltfreundlichere Verkehrsmöglichkeiten.(23)
Diese Strategie wurde zuerst in Stockholm und nach erfolgreicher Erprobung in anderen schwedischen Städten angewandt. Insgesamt resultierte das in Debatten zur Priorisierung von Städten weltweit und in einer gesteigerten Nachhaltigkeit des öffentlichen Raumes. Diese wurde erreicht, da mehr Personen – unabhängig ihres Geschlechts – daraufhin zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln pendelten. Außerdem ergab sich daraus eine Zeitersparnis, da es ermöglichte früher unterwegs zu sein. Vor allem wurde aber die Lücke des gender safety gap mehr geschlossen und eine gerechtere Verteilung von öffentlichen Geldern erwirkt. Erweiternd dazu wird Erwerbstätigkeit und die Auswirkung dessen auf die Organisation dessen öffentlichen Raums in diesem Aspekt nicht mehr über unbezahlte Care Arbeit gestellt. Es zeigt zudem auf, dass Entscheidungsträger*innen primär männlich sozialisiert waren und deren alltägliche Wege vorher zuerst geräumt wurden, da diese besonders in die eigene Aufmerksamkeit fallen. Des Weiteren führte diese neue Strategie zu geringeren Kosten im Gesundheitssystem. 79 Prozent der Verletzungen von Fußgänger*innen passieren im Winter, wovon wiederum 69 Prozent weiblich sozialisiert sind. Größtenteils passierte das durch Stürze im öffentlichen Raum und resultierte in 3.400.000 Euro Mehrkosten. Durch die Änderung der Schneeräumung konnten die Verletzungen und die Kosten dieser halbiert werden.(24)
2.5 Privilegierung des Architekturberufs
Architekt*innen planen unsere Städte und sorgen für den Status Quo des öffentlichen Raumes. Das Berufsbild ist sexistisch aufgeladen und birgt schon im Studium durch teure Literatur, Reisen ins Ausland und Kosten für Materialien klassistische Parameter. Die Higher Education Statistics Agency bestätigt, „dass Architekturstudierende aus deutlich privilegierteren Verhältnissen kommen als der Durchschnitt der britischen Studierendenschaft“.(25) Dazu kommen während der Berufsausbildung schlecht bezahlte Praktika in namhaften Büros, die mit der Bekanntheit der Arbeitgebenden gerechtfertigt werden. Schließlich führt es aber zu einem Ausschuss von finanziell abhängigen Menschen und für diese entweder das Eingehen eines hohen Risikos oder fehlende berufliche Selbstverwirklichung.(26) Dabei stellt sich die Frage inwiefern ein privilegierter Teil der Gesellschaft auch für weniger privilegierte Menschen inklusiv und nachhaltig planen und entscheiden kann.
Architekt*innen planen unsere Städte und sorgen für den Status Quo des öffentlichen Raumes. Das Berufsbild ist sexistisch aufgeladen und birgt schon im Studium durch teure Literatur, Reisen ins Ausland und Kosten für Materialien klassistische Parameter. Die Higher Education Statistics Agency bestätigt, „dass Architekturstudierende aus deutlich privilegierteren Verhältnissen kommen als der Durchschnitt der britischen Studierendenschaft“.(25) Dazu kommen während der Berufsausbildung schlecht bezahlte Praktika in namhaften Büros, die mit der Bekanntheit der Arbeitgebenden gerechtfertigt werden. Schließlich führt es aber zu einem Ausschuss von finanziell abhängigen Menschen und für diese entweder das Eingehen eines hohen Risikos oder fehlende berufliche Selbstverwirklichung.(26) Dabei stellt sich die Frage inwiefern ein privilegierter Teil der Gesellschaft auch für weniger privilegierte Menschen inklusiv und nachhaltig planen und entscheiden kann.
2.6 Gentrifizierung als klassistische Vertreibung von Minderheiten
Als Treibende der Gentrifizierung gelten junge Menschen, häufig Studierende, Kunstschaffende, kreative und alternative Personen, da entsprechende Stadtviertel vor der Gentrifizierung noch Raum für Aneignung zulassen und ein städtisches Umfeld für Minderheiten bieten, welches deren Bedürfnisse erfüllt. Das sind beispielweise Mütter, die aufgrund dessen ihre doppelten Tage von bezahlter und unbezahlter Arbeit bewerkstelligen können. Wenn entsprechende Umgebungen gentrifiziert werden, ziehen sukzessiv Nutzungen ein, die andere Personen in der Gesellschaft ansprechen, die häufig unabhängiger sein können und denen mehr Ressourcen verschiedenster Art zur Verfügung stehen. Zu diesen Nutzungen zählen beispielsweise überdurchschnittlich teure und neue Cafés, für die bisherigen Bewohnenden nicht leistbare Supermärkte oder übermäßig schicke Parkanlagen. So werden unter anderem durch Neubauten, Mieterhöhungen und unattraktive Nutzungen die Minderheiten vertrieben, die ursprünglich auf ihr Viertel angewiesen waren, denn „Gentrifizierung bot eine marktorientierte, individualisierte, privatisierte räumliche Lösung für das Problem der Vereinbarkeit der Work-Life-Balance. Da die Stadtplanung den Lebenserfahrungen der Stadtbewohner*innen nicht gerecht wurde, fanden diejenigen, die es sich leisten konnten, vorteilhaftere Räume, in denen sie das Gleichgewicht suchen konnten, und "entdeckten" innerstädtische Viertel wieder, die einen einfachen Zugang zu Arbeitsplätzen in der Innenstadt und anderen Annehmlichkeiten boten.“(27)
Als Treibende der Gentrifizierung gelten junge Menschen, häufig Studierende, Kunstschaffende, kreative und alternative Personen, da entsprechende Stadtviertel vor der Gentrifizierung noch Raum für Aneignung zulassen und ein städtisches Umfeld für Minderheiten bieten, welches deren Bedürfnisse erfüllt. Das sind beispielweise Mütter, die aufgrund dessen ihre doppelten Tage von bezahlter und unbezahlter Arbeit bewerkstelligen können. Wenn entsprechende Umgebungen gentrifiziert werden, ziehen sukzessiv Nutzungen ein, die andere Personen in der Gesellschaft ansprechen, die häufig unabhängiger sein können und denen mehr Ressourcen verschiedenster Art zur Verfügung stehen. Zu diesen Nutzungen zählen beispielsweise überdurchschnittlich teure und neue Cafés, für die bisherigen Bewohnenden nicht leistbare Supermärkte oder übermäßig schicke Parkanlagen. So werden unter anderem durch Neubauten, Mieterhöhungen und unattraktive Nutzungen die Minderheiten vertrieben, die ursprünglich auf ihr Viertel angewiesen waren, denn „Gentrifizierung bot eine marktorientierte, individualisierte, privatisierte räumliche Lösung für das Problem der Vereinbarkeit der Work-Life-Balance. Da die Stadtplanung den Lebenserfahrungen der Stadtbewohner*innen nicht gerecht wurde, fanden diejenigen, die es sich leisten konnten, vorteilhaftere Räume, in denen sie das Gleichgewicht suchen konnten, und "entdeckten" innerstädtische Viertel wieder, die einen einfachen Zugang zu Arbeitsplätzen in der Innenstadt und anderen Annehmlichkeiten boten.“(27)
2.7 Art der Vergabe von Wohnraum an Minderheiten als klassistisches und rassistisches Problem
Kontextuell betrachtet müssen auch rassistische Ideologien und Politiken – vor allem unter Betracht gegenwärtiger und in der Prognose ansteigender Migration - betrachtet werden. Rassismus als internalisierte Diskriminierungsform zeigt sich statistisch und real bei der Zugänglichkeit und der Vergabe von Wohnraum, denn „Menschen mit Migrationshintergrund leben im Durchschnitt auf kleinerem Wohnraum und zahlen höhere Mieten. Laut dem amtlichen Mikrozensus zahlten Menschen mit Migrationshintergrund 2014 im Durchschnitt 8,41 Euro Bruttokaltmiete pro Quadratmeter, ohne Migrationshintergrund 7,69 Euro pro Quadratmeter. Die zur Verfügung stehenden Quadratmeter pro Person betrugen zu diesem Zeitpunkt für Menschen mit Migrationshintergrund in Mietwohnungen 39,7 und für Menschen ohne Migrationshintergrund 50,5 Quadratmeter (bei Wohneigentum 43,6/58,9 m2)“.(28) Dabei zahlen sie sowohl im innerstädtischen als auch im ländlichen Vergleich mehr.(29) Bei der Suche nach Wohnraum gaben 15 Prozent an, dass sie rassistisch diskriminiert werden und damit am häufigsten im Vergleich aller Diskriminierungsgründe, die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz(30) aufgeführt werden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass rassifizierten Menschen zusätzliche Hürden gestellt werden, die ihre Teilhabe am öffentlichen Raum langfristig erschweren.
Kontextuell betrachtet müssen auch rassistische Ideologien und Politiken – vor allem unter Betracht gegenwärtiger und in der Prognose ansteigender Migration - betrachtet werden. Rassismus als internalisierte Diskriminierungsform zeigt sich statistisch und real bei der Zugänglichkeit und der Vergabe von Wohnraum, denn „Menschen mit Migrationshintergrund leben im Durchschnitt auf kleinerem Wohnraum und zahlen höhere Mieten. Laut dem amtlichen Mikrozensus zahlten Menschen mit Migrationshintergrund 2014 im Durchschnitt 8,41 Euro Bruttokaltmiete pro Quadratmeter, ohne Migrationshintergrund 7,69 Euro pro Quadratmeter. Die zur Verfügung stehenden Quadratmeter pro Person betrugen zu diesem Zeitpunkt für Menschen mit Migrationshintergrund in Mietwohnungen 39,7 und für Menschen ohne Migrationshintergrund 50,5 Quadratmeter (bei Wohneigentum 43,6/58,9 m2)“.(28) Dabei zahlen sie sowohl im innerstädtischen als auch im ländlichen Vergleich mehr.(29) Bei der Suche nach Wohnraum gaben 15 Prozent an, dass sie rassistisch diskriminiert werden und damit am häufigsten im Vergleich aller Diskriminierungsgründe, die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz(30) aufgeführt werden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass rassifizierten Menschen zusätzliche Hürden gestellt werden, die ihre Teilhabe am öffentlichen Raum langfristig erschweren.
2.8 Anpassung von Verhaltensweisen Betroffener aufgrund von internalisiertem Rassismus
Die Einschränkung zu der Einnahme von Raum findet sich auch bei der Betrachtung wie rassifizierte und vor allem Schwarze Menschen anhand von Vorurteilen wahrgenommen werden. Besonders deutlich wird es, wenn untersucht wird, wie selbst rassifizierte Personen rassistische Diskriminierung im öffentlichen Raum internalisiert haben. Sichtbar ist es daran, dass sie eine Aufmerksamkeit dafür entwickelt haben, sich vor Augen zu halten, dass Fremde ihnen mit Misstrauen und Angst begegnen. Die Problematik daran wird erkennbar, denn “dieses Phänomen ist das, was der afroamerikanische Schriftsteller und Aktivist W. E. B. Du Bois als "doppeltes Bewusstsein" bezeichnete: wie Schwarze die Realität durch ihre eigenen Augen und durch die Augen einer Gesellschaft erleben, die sie vorverurteilt.”.(3)1 Daraus folgend wird das eigene Verhalten in Bezug auf die Hinterfragung der eigenen Person, Täter*innen-Opfer-Umkehr oder der Rechtfertigung der Freiheiten von rassifizierten Menschen im öffentlichen Raum angepasst. Schwarze Menschen, welche sich vor allem allein im öffentlichen Raum aufhalten, werden verdächtigt und als unangemessen wahrgenommen. Im Vergleich zu weißen Menschen, zeigt dies, dass „weißes Privileg ist mit dem Privileg verbunden ist, das Alleinsein zu genießen. People of Colour müssen sich in ihren eigenen Städten wie Eindringlinge oder Kriminelle fühlen und riskieren Belästigung, Verhaftungen und sogar einen gewaltsamen Tod, nur weil sie sich bei Starbucks aufhalten oder eine öffentliche Toilette benutzen wollen”(32) Es lässt sich ableiten, dass ein Schwarzer Flaneur unter weißer Vorherrschaft unmöglich ist.
Die Einschränkung zu der Einnahme von Raum findet sich auch bei der Betrachtung wie rassifizierte und vor allem Schwarze Menschen anhand von Vorurteilen wahrgenommen werden. Besonders deutlich wird es, wenn untersucht wird, wie selbst rassifizierte Personen rassistische Diskriminierung im öffentlichen Raum internalisiert haben. Sichtbar ist es daran, dass sie eine Aufmerksamkeit dafür entwickelt haben, sich vor Augen zu halten, dass Fremde ihnen mit Misstrauen und Angst begegnen. Die Problematik daran wird erkennbar, denn “dieses Phänomen ist das, was der afroamerikanische Schriftsteller und Aktivist W. E. B. Du Bois als "doppeltes Bewusstsein" bezeichnete: wie Schwarze die Realität durch ihre eigenen Augen und durch die Augen einer Gesellschaft erleben, die sie vorverurteilt.”.(3)1 Daraus folgend wird das eigene Verhalten in Bezug auf die Hinterfragung der eigenen Person, Täter*innen-Opfer-Umkehr oder der Rechtfertigung der Freiheiten von rassifizierten Menschen im öffentlichen Raum angepasst. Schwarze Menschen, welche sich vor allem allein im öffentlichen Raum aufhalten, werden verdächtigt und als unangemessen wahrgenommen. Im Vergleich zu weißen Menschen, zeigt dies, dass „weißes Privileg ist mit dem Privileg verbunden ist, das Alleinsein zu genießen. People of Colour müssen sich in ihren eigenen Städten wie Eindringlinge oder Kriminelle fühlen und riskieren Belästigung, Verhaftungen und sogar einen gewaltsamen Tod, nur weil sie sich bei Starbucks aufhalten oder eine öffentliche Toilette benutzen wollen”(32) Es lässt sich ableiten, dass ein Schwarzer Flaneur unter weißer Vorherrschaft unmöglich ist.
2.9 Fehlender Beteiligung und Ausschluss von migrantischen Minderheiten
Migrantische Minderheiten und deren Bedürfnisse werden in den Planungsprozessen des öffentlichen Raums kaum oder zweitrangig behandelt. Dies geht sowohl von Planenden als auch von städtischen Gremien aus und zeigt sich in der Gentrifizierung, dem Umgang der Bedürfnisse und der Aneignung ehemaliger migrantisch geprägter vermeintlicher Problemviertel durch eine weiße Dominanzgesellschaft. Sichtbar wurde dies bereits vielfältig und als beispielhaft gilt der Umgang eines neuzugestaltenden Areals des Güterbahnhofs in Köln-Mülheim. Das angrenzende Gebiet der Keupstraße wurde 2004 durch ein Bombenattentat des NSU angegriffen, woraufhin durch die Initiative Platz für alle – Herkesin Meydani ein Mahnmal an der Stelle der Explosion geplant war. Nach der Genehmigung des Kölner Stadtrates und der Festsetzung dessen in der Aufgabenstellung des Projektes, zeigten Ergebnisse des Verfahrens Entwürfe, die Gebäude an dieser Stelle vorsahen. Schlussfolgern daraus lässt sich, dass „der achtlose Umgang der Planerschaft mit der ortsansässigen Geschichte durch das städtische Gremium unterstützt [wurde] und die Annahme, dass migrantische Stimmen im Planungsprozess als verhandelbar betrachtet werden, [bestätigt].“(33) Rassistische Denkweisen werden dadurch räumlich verwirklicht.
Migrantische Minderheiten und deren Bedürfnisse werden in den Planungsprozessen des öffentlichen Raums kaum oder zweitrangig behandelt. Dies geht sowohl von Planenden als auch von städtischen Gremien aus und zeigt sich in der Gentrifizierung, dem Umgang der Bedürfnisse und der Aneignung ehemaliger migrantisch geprägter vermeintlicher Problemviertel durch eine weiße Dominanzgesellschaft. Sichtbar wurde dies bereits vielfältig und als beispielhaft gilt der Umgang eines neuzugestaltenden Areals des Güterbahnhofs in Köln-Mülheim. Das angrenzende Gebiet der Keupstraße wurde 2004 durch ein Bombenattentat des NSU angegriffen, woraufhin durch die Initiative Platz für alle – Herkesin Meydani ein Mahnmal an der Stelle der Explosion geplant war. Nach der Genehmigung des Kölner Stadtrates und der Festsetzung dessen in der Aufgabenstellung des Projektes, zeigten Ergebnisse des Verfahrens Entwürfe, die Gebäude an dieser Stelle vorsahen. Schlussfolgern daraus lässt sich, dass „der achtlose Umgang der Planerschaft mit der ortsansässigen Geschichte durch das städtische Gremium unterstützt [wurde] und die Annahme, dass migrantische Stimmen im Planungsprozess als verhandelbar betrachtet werden, [bestätigt].“(33) Rassistische Denkweisen werden dadurch räumlich verwirklicht.
2.10 Ableistisches Absprechen der Selbstständigkeit von behinderten Menschen im öffentlichen Raum und die Folgen dessen
Inwiefern behinderte Menschen und ihre Einnahme von Raum wahrgenommen werden, wird deutlich, wenn der Umgang mit ihnen in deren Alltag betrachtet wird. Die unabdingbaren Hilfsmittel behinderter Menschen gelten für diese als Teil ihres Körpers und werden in die persönlichen Grenzen eingeschlossen.(34) Able-bodied Menschen missachten diese und bewegen infolgedessen häufig behinderte Menschen wie Möbel oder störende Barrieren durch den öffentlichen Raum. Begründet liegt das darin, dass Bedürfnisse durch die physische, soziale und politische Umgebung, in der Behinderte existieren, ignoriert werden. Es ist wenig verwunderlich, dass able-bodied Menschen nicht fragen bevor sie Behinderte anfassen, da diese nicht als vollwertige Person betrachtet werden.(35) Zusätzlich sind besonders weiblich sozialisierte und behinderte Personen von Gewalt betroffen, denn „jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung hat in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren. Das ist zwei- bis dreimal häufiger als bei Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. Auch Diskriminierung und Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe gehören zum Alltag vieler Frauen mit Behinderungen. Strukturen in den Einrichtungen können Gewalt fördern und begünstigen“.(36) gleichzeitig finden Diskursverschiebungen statt, indem Intentionen und Unsicherheiten und von able-bodied Personen im thematischen Umgang fokussiert werden, anstatt die Sichtbarkeit und Vollwertigkeit Behinderter in den Vordergrund zu stellen und ein Bewusstsein für diverse und diskriminierte Lebensweisheiten zu schaffen.
Inwiefern behinderte Menschen und ihre Einnahme von Raum wahrgenommen werden, wird deutlich, wenn der Umgang mit ihnen in deren Alltag betrachtet wird. Die unabdingbaren Hilfsmittel behinderter Menschen gelten für diese als Teil ihres Körpers und werden in die persönlichen Grenzen eingeschlossen.(34) Able-bodied Menschen missachten diese und bewegen infolgedessen häufig behinderte Menschen wie Möbel oder störende Barrieren durch den öffentlichen Raum. Begründet liegt das darin, dass Bedürfnisse durch die physische, soziale und politische Umgebung, in der Behinderte existieren, ignoriert werden. Es ist wenig verwunderlich, dass able-bodied Menschen nicht fragen bevor sie Behinderte anfassen, da diese nicht als vollwertige Person betrachtet werden.(35) Zusätzlich sind besonders weiblich sozialisierte und behinderte Personen von Gewalt betroffen, denn „jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung hat in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren. Das ist zwei- bis dreimal häufiger als bei Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. Auch Diskriminierung und Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe gehören zum Alltag vieler Frauen mit Behinderungen. Strukturen in den Einrichtungen können Gewalt fördern und begünstigen“.(36) gleichzeitig finden Diskursverschiebungen statt, indem Intentionen und Unsicherheiten und von able-bodied Personen im thematischen Umgang fokussiert werden, anstatt die Sichtbarkeit und Vollwertigkeit Behinderter in den Vordergrund zu stellen und ein Bewusstsein für diverse und diskriminierte Lebensweisheiten zu schaffen.
2.11 Fehlende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
Zusätzlich zu der sozialisierten Ausgrenzung behinderter Menschen, sorgen physische Barrieren zu einer eingeschränkten bis unmöglichen Teilnahme am Leben im öffentlichen Raum. Auch hier trifft vor allem eine systematische Diskriminierung zu, da im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwar Fahrzeuge je nach Mobilitätsform bis zu fast 100% barrierefrei sind, aber Haltestellen, um diese zu erreichen, nicht.(37)
Dass in den meisten Bundesländern Deutschlands ein Haltestellenkataster noch im Aufbau oder erst in der Planung ist, zeigt auch die niedrige Datenlage zu dieser Problematik. Diese bestätigt eine systembasierte und internalisierte Diskriminierung durch able-bodied Personen oder jene, die nicht auf den ÖPNV angewiesen sind.
Die Umsetzung des barrierefreien ÖPNV in Deutschland lässt sich in einem veröffentlichten Fragebogen entnehmen, dessen bundesländerspezifischen Antworten bis Dezember 2021 eingingen. Sie zeigen Defizite auf, denn in Berlin „sind 79 Prozent der U-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich und 69 Prozent der Straßenbahnhaltestellen, aber nur 10% der Bushaltestellen. Auch zwischen Stadt und Land gibt es Unterschiede. Nach Aussage aus Thüringen sind im Straßenbahn- und Stadtbusverkehr wesentlich mehr barrierefreie Haltestellen vorhanden als im Regionalbusverkehr“.(37)
Diese Diskriminierung wird durch die vom Bund verteilten Regionalisierungsmittel und Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes unterstützt. Individuell können Bundesländer entscheiden, wie diese eingesetzt werden. Es hat zur Folge, dass durch fehlende spezielle Förderprogramme zu Barrierefreiheit des ÖPNV, zwischen Barrierefreiheit und Ausbau entschieden werden muss und diese gegeneinander ausgespielt werden.(39)
Zusätzlich zu der sozialisierten Ausgrenzung behinderter Menschen, sorgen physische Barrieren zu einer eingeschränkten bis unmöglichen Teilnahme am Leben im öffentlichen Raum. Auch hier trifft vor allem eine systematische Diskriminierung zu, da im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwar Fahrzeuge je nach Mobilitätsform bis zu fast 100% barrierefrei sind, aber Haltestellen, um diese zu erreichen, nicht.(37)
Dass in den meisten Bundesländern Deutschlands ein Haltestellenkataster noch im Aufbau oder erst in der Planung ist, zeigt auch die niedrige Datenlage zu dieser Problematik. Diese bestätigt eine systembasierte und internalisierte Diskriminierung durch able-bodied Personen oder jene, die nicht auf den ÖPNV angewiesen sind.
Die Umsetzung des barrierefreien ÖPNV in Deutschland lässt sich in einem veröffentlichten Fragebogen entnehmen, dessen bundesländerspezifischen Antworten bis Dezember 2021 eingingen. Sie zeigen Defizite auf, denn in Berlin „sind 79 Prozent der U-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich und 69 Prozent der Straßenbahnhaltestellen, aber nur 10% der Bushaltestellen. Auch zwischen Stadt und Land gibt es Unterschiede. Nach Aussage aus Thüringen sind im Straßenbahn- und Stadtbusverkehr wesentlich mehr barrierefreie Haltestellen vorhanden als im Regionalbusverkehr“.(37)
Diese Diskriminierung wird durch die vom Bund verteilten Regionalisierungsmittel und Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes unterstützt. Individuell können Bundesländer entscheiden, wie diese eingesetzt werden. Es hat zur Folge, dass durch fehlende spezielle Förderprogramme zu Barrierefreiheit des ÖPNV, zwischen Barrierefreiheit und Ausbau entschieden werden muss und diese gegeneinander ausgespielt werden.(39)
3. Conclusio
3.1 Zusammenfassung
Diskriminierung findet zum größten Teil unsichtbar, internalisiert und systematisch statt. Als sozialisierte Individuen und als Teil von diversen Bevölkerungsgruppen ist es nicht möglich vollkommen frei von internalisierter Diskriminierung zu sein. Wie sehr allerdings benachteiligte Bevölkerungsgruppen im öffentlichen Raum davon betroffen sind, ist in vollem Umfang trotz immer mehr Forschung nicht greifbar. Dabei ist es irrelevant, ob diese Diskriminierung aufgrund der Organisation der Städte, dem sozialen Miteinander oder politischer Festschreibung ist. Es ist nicht möglich für diskriminierte Minderheiten sich dem öffentlichen Raum und der darin stattfindenden Diskriminierung zu entziehen. Es bedingt eine zusätzliche Belastung, Belästigung und Verletzung der mentalen und physischen Grenzen und beweist die ungerechte Verteilung von Privilegien, Möglichkeiten und Rechten.
Diskriminierung findet zum größten Teil unsichtbar, internalisiert und systematisch statt. Als sozialisierte Individuen und als Teil von diversen Bevölkerungsgruppen ist es nicht möglich vollkommen frei von internalisierter Diskriminierung zu sein. Wie sehr allerdings benachteiligte Bevölkerungsgruppen im öffentlichen Raum davon betroffen sind, ist in vollem Umfang trotz immer mehr Forschung nicht greifbar. Dabei ist es irrelevant, ob diese Diskriminierung aufgrund der Organisation der Städte, dem sozialen Miteinander oder politischer Festschreibung ist. Es ist nicht möglich für diskriminierte Minderheiten sich dem öffentlichen Raum und der darin stattfindenden Diskriminierung zu entziehen. Es bedingt eine zusätzliche Belastung, Belästigung und Verletzung der mentalen und physischen Grenzen und beweist die ungerechte Verteilung von Privilegien, Möglichkeiten und Rechten.
3.2 Limitation durch exemplarische Darstellung von situativen Diskriminierungbeispielen
Durch die umfangreiche und komplexe Konnektivität zwischen Parametern der Sozialisation und gebauter Umwelt lassen sich die Gesamtheit von ausgehenden Gründen über gegenwärtige Situationen bis zu der Auswirkung der Folgen nicht darstellen. Deswegen werden ausführliche Beispiele herangezogen und analysiert, die die alltägliche Diskriminierung visualisieren.
Durch die umfangreiche und komplexe Konnektivität zwischen Parametern der Sozialisation und gebauter Umwelt lassen sich die Gesamtheit von ausgehenden Gründen über gegenwärtige Situationen bis zu der Auswirkung der Folgen nicht darstellen. Deswegen werden ausführliche Beispiele herangezogen und analysiert, die die alltägliche Diskriminierung visualisieren.
3.3 Limitation durch Betrachtung einzelner Parameter
Zusätzlich wird der öffentliche Raum von limitierenden Faktoren betrachtet. Die globale Datenlage zu diskriminierenden Städten ist im globalen Süden und asiatischen Ländern undurchsichtig bis nicht vorhanden. Aufgrund dessen wird der westlich geprägt Raum getrachtet. Zudem liegt der Fokus auf dem urbanen öffentlichen Raum, welcher - trotz vieler Überschneidungen - andere Formen der Diskriminierung birgt. Zudem wurden nicht alle Diskriminierungsformen erörtert, sondern es wurde im Vorherein eine Auswahl getroffen. Mögliche zusätzliche Thematiken wären die Diskriminierung aufgrund der Sexualität, der Geschlechtsidentität von nicht-binären oder trans Personen, des Aussehens, beispielsweise des Gewichts oder der Auswirkungen von Schönheitsidealen oder der Religion. Weitergehend wurde nicht zwischen Situationen bei Tag und bei Nacht unterschieden. Bei Dunkelheit und dadurch automatisch niedrigerer Frequentierung von Menschen im öffentlichen Raum entstehen andere Faktoren. Als Beispiel kann hier die Einschränkung der Sicht als zusätzlicher Initiator von Angst genannt werden.
Zusätzlich wird der öffentliche Raum von limitierenden Faktoren betrachtet. Die globale Datenlage zu diskriminierenden Städten ist im globalen Süden und asiatischen Ländern undurchsichtig bis nicht vorhanden. Aufgrund dessen wird der westlich geprägt Raum getrachtet. Zudem liegt der Fokus auf dem urbanen öffentlichen Raum, welcher - trotz vieler Überschneidungen - andere Formen der Diskriminierung birgt. Zudem wurden nicht alle Diskriminierungsformen erörtert, sondern es wurde im Vorherein eine Auswahl getroffen. Mögliche zusätzliche Thematiken wären die Diskriminierung aufgrund der Sexualität, der Geschlechtsidentität von nicht-binären oder trans Personen, des Aussehens, beispielsweise des Gewichts oder der Auswirkungen von Schönheitsidealen oder der Religion. Weitergehend wurde nicht zwischen Situationen bei Tag und bei Nacht unterschieden. Bei Dunkelheit und dadurch automatisch niedrigerer Frequentierung von Menschen im öffentlichen Raum entstehen andere Faktoren. Als Beispiel kann hier die Einschränkung der Sicht als zusätzlicher Initiator von Angst genannt werden.
3.4 Gesteigertes Bewusstsein für internalisierte Diskriminierung und Nachhaltigkeit von öffentlichem Raum
Auf das Ergebnis, inwiefern sich internalisierte Diskriminierung auf das alltägliche Verhalten benachteiligter und nicht-benachteiligter Bevölkerungsgruppen auswirkt, muss als Schlussfolgerung ein gesteigertes Bewusstsein und eine größere Sensibilität für diese Thematik entstehen. Individuen ist eine gesellschaftliche Verantwortung nicht abzusprechen, da es in der Sozialisation der Gesellschaft nicht möglich ist, sich seinen Privilegien zu entziehen. Als Teil dieser Verantwortung gilt es auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, Zusammenhänge herzustellen und zu verdeutlichen und sich mit anderen zu sensibilisieren.
Auf das Ergebnis, inwiefern sich internalisierte Diskriminierung auf das alltägliche Verhalten benachteiligter und nicht-benachteiligter Bevölkerungsgruppen auswirkt, muss als Schlussfolgerung ein gesteigertes Bewusstsein und eine größere Sensibilität für diese Thematik entstehen. Individuen ist eine gesellschaftliche Verantwortung nicht abzusprechen, da es in der Sozialisation der Gesellschaft nicht möglich ist, sich seinen Privilegien zu entziehen. Als Teil dieser Verantwortung gilt es auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, Zusammenhänge herzustellen und zu verdeutlichen und sich mit anderen zu sensibilisieren.
3.5 Subjektive Betrachtung der Forschungsergebnisse
Die Schlussfolgerungen dieser Forschung basieren auf der subjektiven Betrachtung der Zusammenhänge von öffentlichem Raum als gebaute Umgebung und öffentlichen Raum als Soziokultur. Dabei ist zu beachten, dass Diskursverschiebungen oder ein fehlendes Bewusstsein dieser zusammenhänge die Problematiken nur verstärken oder beibehalten. Vor allem die Verantwortung von Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Politiker*innen und eben jener, die die bauenden Parameter einer Stadt und dessen öffentlichen Räumen definieren sind hier in der Verantwortung die komplexe Konnektivität der Themen wahrzunehmen und langfristig zu verändern. Sie stehen als Akteur*innen mitten in diesem Prozess aus Architektur und Soziokultur.
Die Schlussfolgerungen dieser Forschung basieren auf der subjektiven Betrachtung der Zusammenhänge von öffentlichem Raum als gebaute Umgebung und öffentlichen Raum als Soziokultur. Dabei ist zu beachten, dass Diskursverschiebungen oder ein fehlendes Bewusstsein dieser zusammenhänge die Problematiken nur verstärken oder beibehalten. Vor allem die Verantwortung von Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Politiker*innen und eben jener, die die bauenden Parameter einer Stadt und dessen öffentlichen Räumen definieren sind hier in der Verantwortung die komplexe Konnektivität der Themen wahrzunehmen und langfristig zu verändern. Sie stehen als Akteur*innen mitten in diesem Prozess aus Architektur und Soziokultur.
3.6 Zusätzliche Forschungsmöglichkeiten und Forschungslücken
Die Auffällig ist, dass in der Wissenschaft große Lücken bezüglich Diskriminierungsauswirkungen bestimmter Bevölkerungsgruppen gibt. Alleine dies zeigt einen weiteren diskriminierenden Faktor an sich, doch Lücken bestehen unter anderem in der Betrachtung von Queer Studies und öffentlichem Raum, der Datenlage des globalen Südens und asiatischer Länder und den Auswirkungen der frühkindlichen Entwicklung und Sozialisation. Da es sich thematisch um Soziokultur handelt, müssen soziokulturelle Phänomene auch intersektional betrachtet werden. Dies ermöglicht es auch undurchsichtige gegenseitige Beeinflussungen, fehlende Erklärungen oder unterschiedliche Wahrnehmungen besser zu verstehen und langfristig inklusiv und gerecht zu ändern.
Die Auffällig ist, dass in der Wissenschaft große Lücken bezüglich Diskriminierungsauswirkungen bestimmter Bevölkerungsgruppen gibt. Alleine dies zeigt einen weiteren diskriminierenden Faktor an sich, doch Lücken bestehen unter anderem in der Betrachtung von Queer Studies und öffentlichem Raum, der Datenlage des globalen Südens und asiatischer Länder und den Auswirkungen der frühkindlichen Entwicklung und Sozialisation. Da es sich thematisch um Soziokultur handelt, müssen soziokulturelle Phänomene auch intersektional betrachtet werden. Dies ermöglicht es auch undurchsichtige gegenseitige Beeinflussungen, fehlende Erklärungen oder unterschiedliche Wahrnehmungen besser zu verstehen und langfristig inklusiv und gerecht zu ändern.
1 Kern, 2020, S. 33 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: “Because the built environment is durable over long time spans, we’re stuck with spaces that reflect outdated and inaccurate social realities. This, in turn, shapes how people live their lives and the range of choices and possibilities that are open to them.”)
2 Vgl. Bond, 2020, S. 31 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
3 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
4 https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
5 https://torontolife.com [The Skin I’m In] <20.12.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „It’s exhausting to have to
justify your freedoms in a supposedly free society“.)
6 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
7 Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
8 Vgl. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.16
9 Vgl. Heindl, 2020, S.99
10 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
11 Vgl. https://www.openstreetmap.de [Was ist Openstreetmap] <13.01.2023>
12 Vgl. https://www.slideshare.net [Gendering the GeoWeb] <13.01.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
13 https://www.openstreetmap.de [Was ist Openstreetmap] <13.01.2023>
14 Vgl. Flagner/Bruun Yde, 17/2021, S. 22-25
15 Lange, 17/2021, S. 20-21
16 Vgl. Bond, 2020, S. 31 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
17 Vgl. Bond, S. 114 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
18 Koskela, 1997, S. 301-320 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „women are so socialized into being afraid that even
when they are not, they tend to regard the action in retrospect as daring or stupid. It appears that they cannot admit to themselves that
they might have made the right interpretation of the situation and acted accordingly.”)
19 Vgl. Koskela, 1997, S. 301-320 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
20 Vgl. Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend: Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2018, S.11
21 Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend: Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2018, S.12.
22 Vgl. Wekerle, 1984, S.11-19 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
23 https://www.cbc.ca [Gender Analysis Budget Sweden] <13.01.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
24 https://www.fsg.org [Can Snow Clearing be Sexist] <13.02.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
25 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
26 Vlg. Ha Tran, 26/2022, S.22-25
27 Curran, 2018, S.3 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: “Gentrification offered a market-orientated, individualized,
privatized spatial solution to the problem of work-life balance. With urban planning failing to catch up to the lived experiences of urban
dwellers, those who could afford to found more advantageous spaces in which to attempt the balance, “rediscovering” inner city
neighborhoods which offered easy access to downtown jobs and other amenities.”)
28 Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
29 Vgl. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
30 Gegen Diskriminierung gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es verbietet Diskriminierung im Arbeitsleben sowie beim Zugang zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Dazu zählt auch Wohnraum. Der Diskriminierungsschutz nach dem AGG umfasst dabei sechs Diskriminierungsgründe: Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung sowie sexuelle Identität.
31 https://torontolife.com [The Skin I’m In] <20.12.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „this phenomenon is
what African-American writer and activist W. E. B. Du Bois described as “double-consciousness”: how Black people experience reality
through their own eyes and through the eyes of a society that prejudges them”)
32 Kern, 2022, S. 95 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „white privilege is bound with the privilege of enjoying being alone. People of colour are made to feel like trespassers or criminals in their own cities, risking harassment, arrest, and even violent death for simple acts like hanging out at Starbucks or asking to use a public washroom”)
33 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
34 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
35 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
36 https://www.bmfsfj.de [Frauen mit Behinderung schützen] <18.01.2023>
37 Vgl. https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
38 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zu Barrierefreiheit im ÖPNV, Anlage 1
39 Vgl. https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
2 Vgl. Bond, 2020, S. 31 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
3 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
4 https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
5 https://torontolife.com [The Skin I’m In] <20.12.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „It’s exhausting to have to
justify your freedoms in a supposedly free society“.)
6 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
7 Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
8 Vgl. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.16
9 Vgl. Heindl, 2020, S.99
10 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
11 Vgl. https://www.openstreetmap.de [Was ist Openstreetmap] <13.01.2023>
12 Vgl. https://www.slideshare.net [Gendering the GeoWeb] <13.01.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
13 https://www.openstreetmap.de [Was ist Openstreetmap] <13.01.2023>
14 Vgl. Flagner/Bruun Yde, 17/2021, S. 22-25
15 Lange, 17/2021, S. 20-21
16 Vgl. Bond, 2020, S. 31 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
17 Vgl. Bond, S. 114 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
18 Koskela, 1997, S. 301-320 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „women are so socialized into being afraid that even
when they are not, they tend to regard the action in retrospect as daring or stupid. It appears that they cannot admit to themselves that
they might have made the right interpretation of the situation and acted accordingly.”)
19 Vgl. Koskela, 1997, S. 301-320 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
20 Vgl. Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend: Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2018, S.11
21 Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend: Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2018, S.12.
22 Vgl. Wekerle, 1984, S.11-19 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
23 https://www.cbc.ca [Gender Analysis Budget Sweden] <13.01.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
24 https://www.fsg.org [Can Snow Clearing be Sexist] <13.02.2023> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
25 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
26 Vlg. Ha Tran, 26/2022, S.22-25
27 Curran, 2018, S.3 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: “Gentrification offered a market-orientated, individualized,
privatized spatial solution to the problem of work-life balance. With urban planning failing to catch up to the lived experiences of urban
dwellers, those who could afford to found more advantageous spaces in which to attempt the balance, “rediscovering” inner city
neighborhoods which offered easy access to downtown jobs and other amenities.”)
28 Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
29 Vgl. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020, S.4
30 Gegen Diskriminierung gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es verbietet Diskriminierung im Arbeitsleben sowie beim Zugang zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Dazu zählt auch Wohnraum. Der Diskriminierungsschutz nach dem AGG umfasst dabei sechs Diskriminierungsgründe: Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung sowie sexuelle Identität.
31 https://torontolife.com [The Skin I’m In] <20.12.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „this phenomenon is
what African-American writer and activist W. E. B. Du Bois described as “double-consciousness”: how Black people experience reality
through their own eyes and through the eyes of a society that prejudges them”)
32 Kern, 2022, S. 95 (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende: „white privilege is bound with the privilege of enjoying being alone. People of colour are made to feel like trespassers or criminals in their own cities, risking harassment, arrest, and even violent death for simple acts like hanging out at Starbucks or asking to use a public washroom”)
33 Ha Tran, 26/2022, S.22-25
34 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
35 Vgl. https://www.cbc.ca [wheelchair users guide] <22.11.2022> (Übersetzung aus dem Englischen durch die Verfassende)
36 https://www.bmfsfj.de [Frauen mit Behinderung schützen] <18.01.2023>
37 Vgl. https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
38 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zu Barrierefreiheit im ÖPNV, Anlage 1
39 Vgl. https://www.vcd.org [Barrierefreiheit] <02.01.2022>
Literaturverzeichnis
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https://www.cbc.ca/news/canada/british-columbia/a-wheelchair-user-s-guide-to-consent-1.4982862 <20.11.2022>
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https://torontolife.com/life/skin-im-ive-interrogated-police-50-times-im-black/ <20.12.2022>
Ha Tran, Kim: Über fehlende Zugänge in der Architektur. In: Bauwelt, 113. Jg., 26/2022, S.22-25
Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, 2020
Heindl, Gabu: Stadtkonflikte. Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung. Wien, Berlin: mandelbaum verlag, 2020
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Flagner, Beatrix; Bruun Yde, Marie: Es geht um Bürokultur, nicht um Frauenbevorzugung. In: Bau-welt, 112. Jg., 17/2021, S. 22-25
Lange, Torsten: Von der Schief in die Schräglage kommen. In: Bauwelt, 112. Jg., 17/2021, S. 20-21
Koskela, Hille: Bold Walk and Breakings Women‘s spatial confidence versus fear of violence. Gender, Place and Culture: A Journal of Feminist Geography, 4:3, 1997, S. 301-320
Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend: Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, 2018
Gerda R. Wekerle: A Woman’s Place is in the City. Antipode, 1984, S.11-19
https://www.cbc.ca/news/politics/gender-analysis-budget-snow-sweden-1.4494640 <13.01.2023>
Curran, Winifred: Gender and Gentrification. New York: Routledge, 2018
Kern, Leslie: Feminist City. United Kingdom: Verso Books, 2020
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/frauen-mit-behinderungen-schuetzen/gewalt-gegen-frauen-mit-behinderungen-80650 <18.01.2023>
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bernd Riexinger, Thomas Lutze, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer zu Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr; Anlage 1, Drs. 20/3244
https://www.fsg.org/blog/can-snow-clearing-be-sexist/#:~:text=And%20so%20the%20Swedish%20gender,commuters%E2%80%94who%20were%20mostly%20men. <13.02.2023>
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